Kandidaten 2015: Stefan Rensing

Viel Platz fĂŒr SpontaneitĂ€t

Stefan Rensing ist Biologieprofessor an der UniversitĂ€t in Marburg. Durch seine Arbeit im Vorlesungssaal ist er Publikum gewohnt. Von daher ist das fĂŒr ihn kein Novum. Und doch: „Es ist ja nicht so, dass ich beim Edeka-Wettbewerb nur grille. Das Drumherum sollte auch passen, und ich sollte ansprechbar bleiben und mich nicht nur auf die Zubereitung meines MenĂŒs konzentrieren“, versucht der 48-JĂ€hrige zu kombinieren, was so auf ihn zukommen könnte. Stefan Rensing kennt die Edeka-Wettbewerbe, hat sich bereits fĂŒr die vorangegangenen Kochduelle beworben. „Dabei bin ich immer in die engere Wahl gekommen, beim letzten Mal war ich sogar ein Kandidat. Leider klappte es aus terminlichen GrĂŒnden dann doch nicht“, sagt er.

Grillen ist fĂŒr Rensing nicht saisonabhĂ€ngig. „Wir haben eine große AußenkĂŒche mit einem vierflammigen Gasgrill auf unserer ĂŒberdachten Terrasse stehen, die ich regelmĂ€ĂŸig und wĂ€hrend des gesamten Jahres nutze“, verrĂ€t er. Da werde dann auch schon mal ein frischer Pizzateig auf den Grill geworfen, selbst wenn die Außentemperaturen frischer werden und wenig einladend sind.

Als der Biologe sein MenĂŒ fĂŒr den Wettbewerb zusammengestellt hat, wollte er auf der einen Seite keine Grillklassiker, auf der anderen aber auch nicht zu abgehoben sein in der Wahl der Gerichte. Eingesendet wurde ein gutes Mahl aus der Mitte, das er vor dem Wettbewerb zumindest gedanklich noch das ein oder andere Mal durchspielen wird, damit auch die ZeitablĂ€ufe passen. Und wer weiß, vielleicht darf sich der ein oder andere Freund auf eine Einladung freuen, weil Stefan Rensing schon immer gerne andere bekocht. Stefan Rensing wirkt entspannt und gut vorbereitet, er antwortet ruhig und durchdacht. Dennoch ist auch er gespannt auf die Konkurrenz: „Mittlerweile gibt es ja sehr viele Menschen, die sehr gut grillen. Ich freue mich sehr auf das, was meine Mitstreiter so zaubern.“ Er selbst verwendet fast nie Rezepte, variiert gern spontan. Von daher fĂŒhlt er sich auch fĂŒr manche Überraschung gewappnet. „Dennoch komme ich aus der Ruhe, wenn etwas schief lĂ€uft. Aber bislang war das Endprodukt dann doch immer noch genießbar“, zĂ€hlt der Familienvater auf seine kreativen Ideen.

Mit seiner Frau Stefanie hat er zuvor ĂŒber die Teilnahme am Grillduell gesprochen und wurde von ihr ermutigt, sich dem Vergleich zu stellen. Seine Kinder Jamie und Maila sind mit ihren sechs und vier Jahren weniger gefragt, aber beim Event auf jeden Fall mit dabei.

Schon als Kind hat Stefan Rensing sich in der KĂŒche seiner Eltern umgeschaut: „Ich war immer fasziniert, meinem Vater beim Kochen zuzuschauen und wollte immer verstehen, wie er das macht. Beim Backen habe ich viel von meiner Oma gelernt. Ich wollte einfach immer dabei sein, wenn es ums Kochen ging.“ Eine schöne Angewohnheit, die er auch schon jetzt an seinen Kindern beobachtet. Denn auch Jamie und Maila schauen ihrem Vater gern bei der KĂŒchenarbeit zu und helfen, wo sie können. Außerdem sind beide stolze Besitzer eines Spielzeuggrills, auf dem sie bekochen, wer zu Besuch kommt – ganz frei von Wettkampfgedanken. Rensing selbst fĂ€nde gewinnen schon schön: „Obwohl ich eigentlich nicht damit rechne. Der Eventcharakter ist mir ebenso wichtig.“

Redaktion: Christian Klaus (Video), Ulrike StrÀter (Text); Kamera: Julian Springhart; Schnitt: Alexander Fleischhauer